Übersicht über unsere aktuellen Forschungsprojekte
Bidirektionale Kommunikation zwischen Retina Implant Systemen und der Netzhaut (BIMEA)
Ziel: Entwicklung und Test von neuartigen dreidimensionalen Multielektrodenarrays zur simultanen Registrierung aus der Netzhaut und elektrischen Stimulation der Netzhaut.
Hintergrund: Derzeitige Prototypen von Retina Implant Systemen basieren auf einer unkontrollierten elektrischen Stimulation mit relativ großen Elektroden. Die hier entwickelten Elektroden und Algorithmen erlauben eine simultane Analyse der retinalen Situation und eine darauf abgestimmte optimierte Stimulation.
Stand des Projektes: Voruntersuchungen laufen.
Ansprechpartner: Dr. Baltz, Dr. Rössler, Prof. Thumann, Prof. Walter
Projektpartner: IWE1 der RWTH (Prof. Mokwa), ICS-8 FZ Jülich (Prof. Offenhäusser), ICS-4 FZ Jülich (Prof. Müller), IMS FHG Duisburg (Prof. Grabmaier)
Nanostrukturierte Elektroden für Neurostimulation (InMEA)
Ziel: Entwicklung und Test neuartiger nanostrukturierter Elektroden zur Neurostimulation, besonders zur Netzhautstimulation.
Hintergrund: Derzeitige Elektrodengeometrien und Materialien erlauben nur begrenzte Möglichkeiten in den Stimulationsparametern für neuronale Erregung. In dem hier bearbeiteten Projekt werden völlig neue Elektrodengeometrien und –materialien entwickelt und getestet.
Projektstand: Untersuchungen zur Bioverträglichkeit laufen.
Ansprechpartner: Dr. Baltz, Dr. Rössler, Prof. Thumann, Prof. Walter
Projektpartner: IWE1 RWTH Aachen (Prof. Mokwa), IMS FHG Duisburg (Prof. Grabmaier), IKTS FHG Dresden (Dr. Endler)
Very Large Array Retinal Stimulators (VLARS)
Ziel: Entwicklung und Test von großen Elektrodenarrays zur Wiederherstellung von größeren Gesichtfeldfunktionen für erblindete Patienten mit Retinitis pigmentosa.
Hintergrund: Derzeitige Retina Implant Systeme nutzen nur sehr kleine Netzhautstimulatoren. Im Ergebnis kann dadurch nur eine sehr kleines Feld im Gesichtsfeld rekonstruiert werden. Mit der Entwicklung großer Elektrodenarrays soll das verbessert werden.
Projektstand: Erste Funktionsmuster für VLARS Systeme werden aufgebaut und an Kadaveraugen implantiert.
Ansprechpartner: Dr. Rössler, Dr. Baltz, Prof. Thumann, Prof. Walter
Projektpartner: IWE1 RWTH Aachen (Prof. Mokwa), Neuropathologie UK Aachen (Prof. Weis, Dr. Sellhaus), Universitäts-Augenklinik Essen (Priv.-Doz. Dr. Laube, Prof. Bornfeld)
Intraokularer Drucksensor (ARGOS)
Ziel: Klinische Untersuchung zur Funktionsfähigkeit eines telemetrisch arbeitenden Drucksensors.
Hintergrund: Die Erfassung des intraokularen Drucks als Hauptrisikofaktor des Glaukoms erfolgt suboptimal: zu selten und unter artifiziellen Bedingungen, nie unter real-life Bedingungen.
Stand des Projektes: Klinische Studie ist bewilligt, Rekrutierungsphase läuft.
Ansprechpartner: Priv.-Doz. Dr. Plange, Prof. Walter
Projektpartner: Implandata GmbH
Hornhautbank
Ziel: Verbesserung der Kultivierungsbedingungen für Spenderhornhäute
Hintergrund: Für das klinische und funktionelle Ergebnis nach Keratoplastik ist die Qualität des transplantierten Scheibchens mit verantwortlich. Die Qualität hängt im wesentlichen auch von den Kulturbedingungen ab. Die Kulturbedingungen müssen optimiert werden etwa durch Einsatz neuer Kulturmedien.
Stand des Projektes: Derzeit werden verschiedene Medien evaluiert und mittels Endothelmikroskopie das das Kulturergebnis beurteilt. In Zukunft ist mit einer klinischen Studie zu rechnen, in der wir verschiedene Medien miteinander vergleichen werden.
Ansprechpartner: Priv.-Doz. Dr. Hermel
ACTO Projekte
Das Aachener Centrum für Technologietransfer in der Ophthalmologie e.V. ist das erste medizinische An-Institut der RWTH und führt in enger Kooperation mit der Augenklinik am UKA mehrere Forschungsprojekte durch, die auf der Website von ACTO beschrieben werden, so z.B. ein Projekt zur Entwicklung eines neuen Glaukomimplantates und einer Keratoprothese.
>> Siehe auch die klinischen Studien.
