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Übersicht über unsere aktuellen Forschungsprojekte

Retina Implant

Ziel: Entwicklung, Test und klinischer Einsatz einer vollständig implantierbaren elektronischen Sehprothese für Blinde

Hintergrund: Für Erblindung durch Retinitis pigmentosa steht derzeit keine Therapiemöglichkeit zur Verfügung. Mit funktioneller Elektrostimulation können noch intakte neuronale Strukturen der Netzhaut so stimuliert werden, dass eine Sehwahrnehmung auch bei Blinden erreicht werden kann.

Stand des Projektes: Technologie für die Fertigung eines Implantates und der externen Komponenten steht zur Verfügung. Tierexperimentell konnten akut und chronisch Aktivierung des visuellen Cortex nachgewiesen werden. Die Operationsverfahren sind entwickelt. Erste klinische Tests für eine akute Anwendung am Menschen sind angelaufen, die ersten Patienten sind erfolgreich operiert worden, die Vorbereitungen für eine chronische Anwendungsstudie laufen.

Ansprechpartner: Dr. Rössler, Prof. Walter

 

Intraokularer Drucksensor (IODS)

Ziel: Entwicklung und Test eines telemetrisch arbeitenden Drucksensors, der in eine faltbare Intraokularlinse integriert ist.

Hintergrund: Die Erfassung des intraokularen Drucks als Hauptrisikofaktor des Glaukoms erfolgt suboptimal: zu selten und unter artifiziellen Bedingungen, nie unter real-life Bedingungen.

Stand des Projektes: Abschließende tierexperimentelle Arbeiten zur Langzeitverträglichkeit und zur Langzeitstabilität der Druckmessung. Anwendung am Menschen im Rahmen einer klinischen Pilotstudie wird derzeit vorbereitet.

Ansprechpartner: Dr. Rössler, Prof. Walter

 

Hornhautbank

Ziel: Verbesserung der Kultivierungsbedingungen für Spenderhornhäute

Hintergrund: Für das klinische und funktionelle Ergebnis nach Keratoplastik ist die Qualität des transplantierten Scheibchens mit verantwortlich. Die Qualität hängt im wesentlichen auch von den Kulturbedingungen ab. Die Kulturbedingungen müssen optimiert werden etwa durch Einsatz neuer Kulturmedien.

Stand des Projektes: Derzeit werden verschiedene Medien evaluiert und mittels Endothelmikroskopie das das Kulturergebnis beurteilt. In Zukunft ist mit einer klinischen Studie zu rechnen, in der wir verschiedene Medien miteinander vergleichen werden.

Ansprechpartner: Dr. Hermel.

 

Ultraoptik: Entwicklung einer ultrakompakten Freiflächendrehmaschine

Ziel: Entwicklung einer Drehmaschine zur Herstellung beliebiger brechender Freiformflächen.

Hintergrund: Die Herstellung beliebiger Freiformflächen ist derzeit nur in sehr großen Drehmaschinen möglich. In diesem Projekt wird gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnik eine ultrakompakte Drehmaschine entwickelt, mit der dann auch kleine Werkstücke bearbeitet werden können. Das Ziel ist es, mit einem solchen System individuell gefertigte Kontaktlinsen oder Intraokularlinsen herzustellen, die den gesamten Brechfehler des Patienten ausgleichen.

Stand des Projektes: Derzeit werden Verfahren entwickelt, Topographiedaten aus der Oculus Pentacam in die Steuerungselektronik des Prototypen einzulesen.

Ansprechpartner: Dr. Kirschkamp, Dr. Hermel.

 

Protrahierte Medikamentenfreisetzung im Glaskörperraum

Ziel: Entwicklung eines Verfahrens zur protrahierten Medikamentenfreisetzung im Glaskörper.

Hintergrund: Bisher muss nach Trauma und Amotio retinae in 10 bis 60% der Fälle mit kontraktilen Narbenmembranen auf und unter der Netzhaut gerechnet werden, die die häufigste Ursache für Erblindungen nach Netzhautablösung darstellen. Zusätzlich zur Chirurgie ist daher eine pharmakologische Hemmung erforderlich. Da der Prozess Wochen schwelt, ist eine protrahierte Medikamentenapplikation sinnvoll.

Stand des Projektes: Es wurde ein System aus Polymer-Mikrosphären und Silikonöl entwickelt, dessen Freisetzungscharakteristik eine Wirkung insbesondere in der vulnerablen Phase der ersten Wochen nach Operation verspricht. Derzeit läuft die Vorbereitung tierexperimenteller Tests.

Ansprechpartner: Dr. Hermel.

 

EOF-RHEO

Ziel: Bestimmung objektiver Funktionsparameter des visuellen Systems bei Patienten, die mit Rheopherese wegen trockener AMD behandelt werden.

Hintergrund: Der Effekt der Rheopherese auf den Visus wird unterschiedlich bewertet. Bisher fehlen systematisch erfasste Daten zu objektiven Funktionsparametern.

Stand des Projektes: Patientenrekrutierung läuft.

Ansprechpartner: Dr. Kirschkamp

 

ACTO Projekte

Das Aachener Centrum für Technologietransfer in der Ophthalmologie e.V. führt in enger Kooperation mit der Augenklinik am UKA mehrere Forschungsprojekte durch, die auf der Website von ACTO beschrieben werden, so z.B. ein Projekt zur Entwicklung eines neuen Glaukomimplantates und einer Keratoprothese.

 

 

>> Siehe auch die klinischen Studien.