Informationen für Patienten
Photodynamische Therapie mit VisudyneTM
VisudyneTM ist für die Behandlung von subfovealen choroidalen Neovaskularisationen als Ursache der altersabhängigen Makuladegeneration angezeigt. Der verwendete Wirkstoff ist Verteporphin.
Ihre Erkrankung
Die Veränderungen, die Sie bei ihrem Sehvermögen festgestellt haben, sind auf eine Erkrankung im hinteren Teil des Auges zurückzuführen, die als altersabhängige Makuladegeneration oder kurz als AMD bezeichnet wird. Ohne Behandlung werden die meisten Patienten den größten Teil ihres zentralen Sehvermögens über einen Zeitraum von wenigen Wochen verlieren. Dieser Verlust des zentralen Sehvermögens wird durch neue Blutgefäße verursacht, die im hinteren Teil des Auges wachsen und aus denen dann Blut und Flüssigkeit austritt, was zu einer Vernarbung führt. All dieses schädigt die Makula, den Teil des Auges, der ein scharfes zentrales Sehen ermöglicht.
Therapie mit Visudyne
Bei der Photodynamischen Therapie mit VisudyneTM handelt es sich um eine neue Behandlungsmethode, die mit dem lichtaktiven Wirkstoff Verteporphin (VisudyneTM) und einem speziellen Laser durchgeführt wird. VisudyneTM ist zur Behandlung zugelassen, wurde bereits an mehr als 600 Patienten, die an Ihrer AMD-Variante leiden, weltweit in klinischen Studien getestet und inzwischen in Aachen mehr als 100fach angewandt. Die Ergebnisse sind viel versprechend und legen nahe, dass der Verlust des Sehvermögens verlangsamt werden kann und in einigen Fällen gestoppt wurde. Viele Patienten sind schon seit bis zu 2 Jahren in Behandlung.
Die Therapie wird in zwei Schritten durchgeführt: Zuerst wird Ihnen der Wirkstoff Verteporfin durch eine 10-minütige Infusion verabreicht. Im Anschluss daran wird Ihnen ein Tropfen eines lokalen Betäubungsmittels in Ihr Auge getropft und Sie bekommen ein Kontaktglas auf das Auge gesetzt. Danach wird der Wirkstoff im Auge durch eine 1½- minütige Beleuchtung Ihrer Netzhaut mit einem speziellen Rotlicht-Laser aktiviert. Wenn VisudyneTM mit diesem Laser aktiviert wird, schädigt es die wuchernden Blutgefäße der AMD, was dazu führt, dass diese durch eine Art Verödung den Flüssigkeitsaustritt reduzieren.
Weil diese Blutgefäße dazu neigen, sich wieder zu öffnen, müssen Sie nach Absprache wiederkommen, damit Ihr Augenhintergrund untersucht werden kann und jedesmal, wenn die anomalen Blutgefäße wieder neu gebildet werden und auslaufen, werden Sie eine weitere Behandlung benötigen.
Verhalten nach der Behandlung
Durch die Verabreichung von VisudyneTM werden Ihre Haut und Ihre Augen stark lichtempfindlich. Um ernste Photosensibilisierungsreaktionen, z.B. wie bei einem schweren Sonnenbrand, zu vermeiden, ist es erforderlich, dass Sie Ihre Augen und Haut ein bis zwei Tage lang vor direkter Sonnenbestrahlung und Innenbeleuchtung schützen. Normales Raumlicht ist ungefährlich. Wenn Sie sich im Freien aufhalten, sollten Sie während dieser ersten 1 - 2 Tage Ihre Haut und Augen durch das Tragen entsprechender Kleidung und einer dunklen Sonnenbrille schützen. Darüber hinaus sollten Sie sich auch keinem starken künstlichen Licht aussetzen, wie z.B. Solarien oder starken Halogenlampen, wie sie bei Zahnärzten oder in Operationssälen verwendet werden.
Nach der Behandlung werden Sie wegen der verwendeten Augentropfen eine etwas verschwommene Sicht haben und sollten eine dunkle Sonnenbrille tragen, um Ihre Augen vor Licht zu schützen. Während dieser Zeit dürfen Sie keine Kraftfahrzeuge führen.
Nebenwirkungen
Wie jedes andere Medikament kann auch VisudyneTM bei einigen Menschen unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen. Die Behandlung mit VisudyneTM kann jederzeit aufgrund einer Unwirksamkeit oder Unverträglichkeit abgebrochen werden.
Bei oder nach der Infusion kann es an der Infusionsstelle zu einem Schmerz kommen, selten sind Überempfindlichkeitsreaktionen. Sollte es dazu kommen, dass der Wirkstoff VisudyneTM an der Infusionsstelle aus den Blutgefäßen ausläuft, kommt es an dieser Stelle zu Schmerzen, Schwellungen und/oder Hautrötung. Die Auslaufstelle muss solange abgedeckt und vor Licht geschützt werden, bis der ausgelaufene Farbstoff vollständig vom Körper aufgenommen wurde. Dies kann mehrere Tage dauern.
Eine geringe Anzahl der in der Studie behandelten Patienten litt während der Injektion unter Rückenschmerzen. Dieses Gefühl verschwand, nachdem die Injektion gestoppt worden war. Von einigen Patienten in der Studie wurde auch über eine oder mehrere der folgenden Beschwerden berichtet: Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindelgefühl und Blutdruckabfall. Andere mögliche Nebenwirkungen dieser Behandlung können vorübergehend reduziertes Sehvermögen, Blutungen im Auge, anomales Sehvermögen, Augenschmerzen und Rötungen des Auges sein. Einige dieser Symptome mögen auch auf die AMD selbst zurückzuführen sein.
Dies ist keine klinische Studie. Ihre Unterlagen werden vertraulich bleiben. Wenn Sie irgendwelche Nebenwirkungen feststellen, sind wir dazu verpflichtet, die Firma und/oder die Gesundheitsbehörden zu informieren. Dies wird geschehen mit voller Berücksichtigung des Datenschutzes.
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